Geschichten aus dem Weinland Alentejo. Von großen Tongefäßen und kleinen Parzellen, von vertrauten Rebsorten und den Landschaften hinter dem Etikett.
Einblick in das Centro Interpretativo do Vinho de Talha in Vila de Frades. Foto: Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL · CC BY-SA 2.0 · BildnachweisHANDWERK & TRADITION
Vinho de Talha: Wein aus Tongefäßen
In den Talhas des Alentejo wird Traubensaft zu Wein. Die großen Tongefäße verbinden eine alte Kellertechnik mit einer Weinkultur, die bis heute in Dörfern, Tavernen und Familien weiterlebt.
WeinlandschaftenWeinlandschaft der Herdade Paço do Conde – regionales Motiv aus dem Alentejo, keine Aufnahme des im Beitrag vorgestellten Weinguts oder Teilgebiets. Foto: Cruz Liljegren · CC BY 3.0 · Bildnachweis
An der Serra de São Mamede verändert sich das Bild der Region. Hügel, kleinere Parzellen und alte Reben erzählen von einem Alentejo, der sich nicht auf Hitze und weite Ebenen reduzieren lässt.
Der Süden des Alentejo hat eine ausgeprägte Weißweintradition. Besonders eng ist Vidigueira mit Antão Vaz verbunden – einer Rebsorte, die Wärme verträgt und sehr unterschiedliche Ausdrucksformen annehmen kann.
Unterhalb der weißen Silhouette von Monsaraz beginnt eine andere Geschichte derselben Landschaft. Rund um Reguengos verbinden sich Weinberge, große Güter und die Kultur des Olivenöls.
Borba liegt im Marmorland zwischen Estremoz und Vila Viçosa. Seine Weingeschichte erzählt nicht nur von Böden und Reben, sondern auch davon, was Winzer gemeinsam aufbauen können.
Zum Beitrag: Borba: Weinbau und Marmor ↗Orte & WeinkulturWeinlandschaft der Herdade Paço do Conde – regionales Motiv aus dem Alentejo, keine Aufnahme des im Beitrag vorgestellten Weinguts oder Teilgebiets. Foto: Cruz Liljegren · CC BY 3.0 · Bildnachweis
Évora lässt sich durch Tempel, Kirchen und Plätze lesen. Vor den Mauern setzt sich die Geschichte der Stadt in Landgütern und Kellern fort – besonders sichtbar im Umfeld der Adega Cartuxa.
Viele Rotweine des Alentejo entstehen aus mehreren Rebsorten. Aragonez und Trincadeira zeigen, warum ein solcher Verschnitt eine eigene Ausdrucksform ist und nicht bloß ein Kompromiss.
Bei den Weißweinen des Alentejo lohnt sich der Blick über Antão Vaz hinaus. Arinto und Roupeiro bringen zwei unterschiedliche Qualitäten ins Spiel: Spannung am Gaumen und eine offene aromatische Stimme.
Ein Korken verbindet die Weinwelt mit einer zweiten alentejanischen Landschaft. Im Montado stehen Bäume, Weideflächen und menschliche Nutzung in einem engen, über lange Zeit gewachsenen Verhältnis.
Die Küche des Alentejo schöpft viel Ausdruck aus wenigen Grundzutaten. Brot, Olivenöl und Kräuter geben auch dem Wein einen Zusammenhang, der weit über die Frage nach der richtigen Flasche hinausgeht.